Tramin - St. Pauls am Sonntag um 15 Uhr in Tramin

Ein nichtalltägliches Erlebnis

Ein Mal im Trikot der eigenen Nationalmannschaft spielen – ist das nicht der Wunsch eines jeden Fußballers? Für unseren Jungspieler Daniele Zingale ging dieser Traum in der vergangenen Woche in Erfüllung. Der 17-jährige wurde für Dienstag und Mittwoch zu einem Sichtungstraining der nationalen Amateurauswahl vorgeladen – und lief folglich als erster Paulsner Akteur in der Vereinsgeschichte im Trikot des italienischen Nationalteams auf.

Die Nachricht kam überraschend und schlug deshalb auch wie eine Bombe ein: Ein Anruf des sportlichen Leiters, ein kurzes Gespräch und Daniele fiel aus allen Wolken. Am Dienstag und Mittwoch sollte er bei einem Treffen der nationalen Amateurauswahl der Unter 17 mitwirken. Abgehalten wurde das Sichtungstraining im Trainingszentrum der italienischen Nationalmannschaft in Coverciano – Zingale war dabei die einzige südtiroler vertreten. „Die meisten Akteure kommen aus Serie D- und Oberligavereinen aus ganz Italien“, berichtet der Flügelstürmer.

Am Dienstagmorgen machte sich Daniele also mit dem Zug auf nach Florenz. Gegen den Ball wurde an diesem Tag aber noch nicht getreten. „Nach der Ankunft versammelte sich die ganze Truppe für ein gemeinsames Abendessen, dann war auch schon Schluss und wir begaben uns auf unsere Zimmer.“ Dafür ging es am nächsten Morgen gleich voll zur Sache: „Auf dem Trainingsgeläde der italienischen Nationalmannschaft wärmten wir uns kurz auf, um dann ein mannschaftsinternes Trainingsspiel zu absolvieren.“ Damit aber nicht genug: Nach einem kurzen Mittagsschmaus mussten die Spieler, die größtenteils dem Jahrgang 1998 angehörten, für ein weiteres Mal auf dem Fußballplatz schwitzen. Bei strömenden Regen stand ein zweites Training auf dem Plan, das der ersten Einheit aber wie ein eineiiger Zwilling ähnelte. Kurzes Aufwärmen, und dann ging das freie Spiel wieder los. In den beiden Partien hinterließ Zingale allemal einen bleibenden Eindruck, glänzte er doch bei zwei Treffern als Assistgeber.

Nach dem Treffen war dem gebürtigen Dorf Tiroler die Freude anzumerken: „Es war eine Ehre für mich, an diesem Treffen teilzunehmen. Ich werde versuchen, die ganze Erfahrung mitzunehmen und sie auch sinnvoll einzusetzen.“

Nun liegt es an den Trainern zu entscheiden, welcher Spieler den Sprung in die engere Auswahl schafft. Zingale wurde für den zweiten Turnus einberufen, zwei Tage zuvor nahm das Trainerteam ebenfalls eine 24-köpfige Gruppe genauestens unter die Lupe. Ob Zingale beim nächsten Treffen, nämlich dem prestigeträchtigen Beppe-Viola-Turnier in Arco, dabei sein wird, zeigt sich in den nächsten Tagen. Wir wünschen unserem Jungspund jedenfalls alles Gute! Bravo, Zinghi!

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