Dro - St. Pauls am Sonntag, 2. Dezember um 14.30 Uhr

Vereins- und Legendenturnier

Samstagskino mal anders

Stirb langsam war gestern, Cineplexx vorgestern – denn wer neulich auf der Suche nach Samstagskino war, der hatte auf der Sparer-Gerüste-Tribüne am Rande des Paulsner Morktplotzes seinen Wohnzimmersessel, seinen gemütlichen Kinostuhl gefunden.

Der AC Aichnerhof

 

Zugegeben: Einige Zeit musste man als Zuschauer schon warten, damit die Erde des Morktplotzes beim Legendenturnier etwas mit Pepp und Pfeffer befeuert wurde. Den Akteuren sei es verziehen – manche von ihnen waren durch das zeitgleich laufende Vereinsturnier (siehe unten) doppelbelastet, die Hitze war besonders zur Mittagszeit von tropischer Natur. Und den fußballerischen Schöpfungszenit haben die meisten Legenden halt doch schon ein klein wenig überschritten.

Doch am Samstag war es eben wie im Fernsehen: Unter Tags lässt das Programm noch zu wünschen übrig, dafür geht’s am Abend zur Prime-Time richtig zur Sache. Prime-Time hieß in unserem Fall „Finale“, in dem die etwa 250 Zuschauer bestes Over-35-Popcorn-Kino geboten bekamen.

Das Duell zwischen Vorjahressieger Kleiner Montiggler See und den Rekordsiegern des AC Aichnerhofs endete nach den regulären zehn Minuten mit 1:1, danach musste das Spiel mit der delikaten „Sudden-Death“-Methode entschieden werden, also einer Art Verlängerung, in der alle zwei Minuten ein Spieler vom Feld geht und das Golden-Goal-Prinzip angewandt wird. Beide Teams gingen voll auf Angriff, boten den mitfiebernden Fans dadurch ein tolles Spektakel, das zu jeder Zeit auf Messers Schneide stand. Als nur mehr je zwei Feldspieler auf dem Platz standen, nahm sich Aichnerhof-Verteidiger Hermann Hörm Weinreich ein Herz, schlang sich durch die zwei Montiggler-Spieler hindurch wie einst Alberto Tomba durch die Slalomstangen, schob die Kugel danach überraschend abgebrüht ins Tor und hatte anschließend noch genügend Saft in den Beinen, um einen Bastian-Schweinsteiger-Gedächtnis-Jubelsprint zur Mittellinie abzuliefern. Ein mehr als nur denkwürdiges Endspiel also.

Den dritten Platz holten sich die Haslacher Sarner Topper, während die Larchenen um Andreas Vieider auf dem vierten Schlussrang landeten.

Zur „Legende des Turniers“ wurde Kleiner-Montiggler-See-Verteidiger Thomas Rech ausgezeichnet, den Torschützentitel holte sich Kampfmannschafts-Trainer Stefan Gasser, der mit seinen Paulsner Altherren ein tolles Comeback auf dem Morktplotz feierte und drei feine Tore erzielte.

 

TURNIER DER VEREINE: Andere Sportarten sind trumpf

Man möchte meinen, dass die Qualitäten von Handballern und Eishockeyspielern in den für ihnen vorgesehen Sportarten liegen – falsch gedacht. Beim Turnier der Vereine kämpften sich die beiden Teams ins Endspiel, wobei auf dem Finalweg auch Mannschaften eliminiert wurden, die mit einigen richtigen Fußballern bestückt waren. Im großen Finale behielten die Eishockey-Spieler knapp mit 1:0 die Oberhand.

Den dritten Platz belegte Vorjahressieger Bayern Fanclub Hocheppan. Zum besten Spieler wurde Handballer-Verteidiger Karl-Heinz Tschigg ausgezeichnet, den Titel des Torschützenkönigs sicherte sich dagegen Stefan Pircher von den Tauchern.

zum Anfang der Seite