St. Martin/Moos - St. Pauls am Samstag, 13. Oktober um 15.30 Uhr in St. Martin

Schaffen wir das Unmögliche!

1:3 gegen Levico und nun 0:2 gegen den Bozner FC: Innerhalb von vier Tagen gab es für unsere Kampfmannschaft zwei große Rückschläge, das rettende Ufer verblasst immer mehr vor den Augen der Blau-Weißen. Dennoch: rein rechnerisch ist noch alles möglich.

Als der Schiedsrichter gestern die Mittwochabend-Partie gegen den Bozner FC abpfiff, war den Paulsner Spielern die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Das vielmals betitelte Schicksalsspiel, Bozner FC-Angreifer Joachim Degasperi bezeichnete die gestrige Partie sogar als „letzten Strohhalm für St. Pauls“, ging mit 0:2 verloren. Degasperi war es auch, der den Blau-Weißen schon in der 14. Minute einen ersten Schlag in die Magengrube verpasste. Eine kurze Aufmerksamkeit der Paulsner Abwehr, eine gut getimte Kopfballablage eines Orangen Angreifers und der ehemalige Profi versenkte das Leder aus 16 Metern im Paulsner Tor. Nur wenig später musste er wegen Rückenschmerzen aus dem Spiel genommen werden und leitete so die beste Phase unserer Blau-Weißen ein. Durch gefällige Kombinationen kam man im Offensivbereich zu einigen Chancen, doch Bovolenta (22.), Schieder per Kopf (36.) oder Obrist (38.) schlugen aus den Möglichkeiten kein Kapital. Danach war aber auch schon Schluss: Im zweiten Durchgang fehlten dem Blau-Weißen Spiel die nötigen Ideen und die letzte Durchschlagskraft – da konnte auch die Einwechslung des angeschlagenen Hansi Mair nicht viel ändern. Am Ende erhöhte der Bozner FC sogar auf 2:0: Bei einem Gegenstoß war der junge Bocchio schneller als unsere Defensive und drosch die Kugel zum vernichtenden Endergebnis in die Maschen.

Die Situation ist nun, wie sie ist. Der FC St. Pauls steht mit 18 Punkten an vorletzter Tabellenstelle und weist insgesamt sieben Punkte Rückstand auf den rettenden 13. Platz auf (vorausgesetzt, es steigen nur drei Vereine ab). Klar: Als neutraler Betrachter kann der Aufsteiger so gut wie sicher wieder für die Landesliga planen. Doch wer die Paulsner Mentalität kennt, der weiß, dass in diesem kleinen Fußballdörfchen sehr viel möglich ist – oft sogar das unmögliche. Man erinnert sich an jene legendäre Saison 2002/2003, als die Blau-Weißen ebenfalls vor dem sicheren Abstieg standen. Doch dank einer genialen Siegesserie gen Ende der Saison konnte der Gang in die Landesliga trotzdem noch verhindert werden. Bis der Abstieg nicht mathematisch fix ist, haben die Blau-Weißen also noch eine realistische Chance. Oder in anderen Worten: „Aufgegeben wird nur die Post.“

Bild: Zusammenhalten, auf die Zähne beißen und auf geht's: so lautet die Devise für die letzten sieben Spiele.

#aufPauls #MissionKlassenerhalt

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