Entscheidungsspiele

St. Pauls 0 - Calciochiese 3: Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt

St. Pauls/Raiffeisen: Tarantino, Andergassen; Huber, Larcher (ab 62. Bovolenta), Oberkalmsteiner (ab 76. Zingale), Ohnewein, Obrist, Fischnaller, Delueg (ab 76. Fabian Mayr), Schieder, Hansjörg Mair

Calciochiese: Scalvini, Daniele Donati, Maurizio Donati, Zaninelli (ab 90. Salvadori), Bazzani, Ferretti, Ferrari (ab 71. Dubini), Celia, Fanoni (ab 71. Matteo Donati), Risatti, Nicolussi
SR: Tappeiner (Meran)

Tore: 0:1 Celia (44.), 0:2 Risatti (74.), 0:3 Risatti (84.)

Rote Karte: Nicolussi (85.)

Es hätte der große Befreiungsschlag im Kampf für den Verbleib in der Oberliga sein sollen – am Ende gab es aber einen weiteren Nackenschlag für die angeschlagene Paulsner Fußballseele. Gegner Calciochiese, vor Spielbeginn nur einen Punkt vor unseren Burschen, wäre alles andere als unschlagbar gewesen. Am Ende präsentierten sich die Trentiner aber abgeklärter, während unsere Kampfmannschaft oft die nötige Durchschlagskraft vermissen ließ.

Dabei begann die Partie für die Blau-Weißen sehr vielversprechend. Eine Viertelstunde war gespielt, da tauchte Fabian Obrist plötzlich völlig alleine vor Scalvini auf, doch der Gäste-Schlussmann verhinderte mit einem schlagartigen Reflex die frühe Paulsner Führung. Postwendend wähnte sich St. Pauls, am heutigen Nachmittag in ungewöhnlicher gelber Garnitur spielend, im Glück, als Zaninelli einen Kopfball an den Pfosten setzte. In der Folge war beiden Teams der Ernst der Lage anzumerken, technische Fehler häuften sich hüben wie drüben und führten dazu, dass die Partie sehr zerfahren wurde. Ein 0:0 zur Pause wäre trotzdem akzeptabel gewesen und hätte für die zweite Halbzeit viele Möglichkeiten offen gelassen. Doch nur eine Minute vor dem Seitenwechsel bugsierte Celia einen Freistoß aus 30 Metern haargenau ins Kreuzeck – die eiskalte Dusche war perfekt.

Nach Wiederbeginn erhöhten Fischnaller & Co. zwar die Schlagzahl, in der Offensive agierte man aber zu glück- und ideenlos. Einzig und alleine Daniel Delueg sorgte kurzzeitig für Aufregung, doch sein Diagonalschuss ging knapp am Calciochiese-Gehäuse vorbei (60.). Als Risatti im Schlussspurt der Partie innerhalb von zehn Minuten zwei Konter mustergültig abschloss und auf 3:0 schraubte, war das Ding gegessen – angesichts des Spielverlaufs fiel die Niederlage aber etwas zu hoch aus.

Die Situation spitzt sich angesichts dieser Pleite zwar weiterhin zu, die Flinte sollte deshalb aber noch lange nicht ins Korn geworfen werden. Die schwächelnden Ergebnisse der Konkurrenten im Abstiegskampf erhalten die Blau-Weiße Hoffnung am Leben: Ahrntal, Bozner FC, Salurn und St. Martin konnten keine Erfolge feiern, folglich beträgt der Abstand auf das rettende Ufer für unsere Burschen weiterhin fünf Punkte. In den nächsten Spielen müssen Schieder & Co. deshalb voll auf Angriff gehen – und endlich wieder einmal ein dickes Ding, sprich einen Sieg, einfahren. Positiv: Andrea Bovolenta (im Bild) feierte am heutigen Nachmittag nach Kreuzbandriss und insgesamt acht Monaten Pause sein Comeback. Er könnte für die Paulsner Kampfmannschaft eine entscheidende Figur im Kampf gegen den Strich werden.
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