Entscheidungsspiele

Ende der Vorbereitung – eine Zwischenbilanz

Alea iacta est – die Würfel sind gefallen. Nun gibt es kein Zurück mehr. Mit dem gestrigen 3:0-Sieg gegen Pichl Gsies ging nämlich die dreiwöchige Vorbereitungszeit unserer Kampfmannschaft zu Ende. Ab nächsten Sonntag ist wieder Überlebenskampf angesagt. Insgesamt 15 Spiele haben unsere Burschen Zeit, um den viel zitierten Karren aus dem Dreck zu ziehen. Der Klassenerhalt ist das große Ziel – und trotz der aktuellen Lage durchaus realisierbar.

Trainer Martin Klotzner bat seine Schützlinge am 5. Jänner erstmals wieder zum Training. In einer stark komprimierten Vorbereitung (anstatt der üblichen sechs Wochen zu Landesligazeiten musste dieses Mal das gesamte Programm in drei Wochen hineingepackt werden) standen Schieder & Co. zwischen vier und fünf Mal pro Woche auf dem Trainingsplatz. Abgerundet wurde jede Trainingswoche mit einem Testspiel, in denen die Blau-Weißen stets einen guten Eindruck hinterließen. Neben den beiden Landesligisten Pichl Gsies und Weinstraße Süd konnte auch Ligamitstreiter Tramin knapp, aber verdient bezwungen werden. Das intensive Training forderte aber bald schon seinen Tribut: Der Verletzungsteufel hatte es auf unsere Spieler abgesehen - und zwar in unnachahmlich böser Manier. Insgesamt zehn Spieler aus unserem Kader konnten die gesamte bzw. Teile der Vorbereitung nicht mitmachen. Neben den Langzeitverletzten Georg Sinn, Philipp Stein (Kreuzbandrisse) und Alex Lattanzio (Hüftprobleme, er fällt die gesamte Saison aus) traf es besonders unsere Akteure aus der Defensivabteilung. Fabian Mayr zog sich gegen Weinstraße Süd eine Zerrung am Innenband des Knies zu und wird noch ein Weilchen ausfallen, dagegen schlägt sich Matthias Huber seit vergangener Woche mit muskulären Problemen rum. Sein Einsatz dürfte im ersten Meisterschaftsspiel aber gewährleistet sein. Weitaus kritischer ist die Lage bei Hannes Riffesser und Hannes Ohnewein: Während Riffesser von einer Achillessehnenentzündung bereits seit zwei Wochen außer Gefecht gesetzt wird, kann Ohnewein wegen seiner lädierten Leiste momentan nur Teilarbeit verrichten. Auch Robert Larcher scheint das Pech in dieser Saison an den Fußballschuhen zu kleben. Gerade erst hatte er sich von seiner langwierigen Leistenverletzung erholt, da fängt er sich schon das nächste Malheur in Form von Knieproblemen ein. Sein Einsatz für kommenden Sonntag ist offen. Von ihren Blessuren erholt haben sich hingegen Simon Fabi und Fabian Obrist. Beide steigen schon in dieser Woche wieder in den Trainingsbetrieb ein und werden im Virtus-Spiel ihren Mann stehen.

Natürlich boten die vergangenen drei Wochen auch Raum für positive Neuigkeiten. So wie beispielsweise jene der Neuzugänge. Mit Juri Oberkalmsteiner und Alex Nussbaumer (er ist der Sohn des ehemaligen und südtirolweit bekannten Stoßstürmers Günther Nussbaumer) fanden zwei Jugendspieler in den Wintermonaten den Weg zur Paulsner Kampfmannschaft. Oberkalmsteiner (Jahrgang 1997) wurde in der Talentschmiede des FC Südtirol ausgebildet und hinterließ auf der rechten Außenverteidigerposition prompt einen starken Eindruck. Auch Nussbaumer zeigte in den Testspielen seine Qualitäten im Offensivbereich auf – bestätigt werden diese zudem noch durch seine Trefferquote in der Juniorenmeisterschaft, in der er vor seinem Wechsel aktiv war. Bei Terlan erzielte „Nussi“ in der Hinrunde über 20 Treffer.

Außerdem wurde das Verletztenlazarett Anfang Jänner um einen Spieler ärmer: Andrea Bovolenta ist wieder fester Bestandteil im Blau-Weißen Trainingsbetrieb. Nach seinem Kreuzbandriss Ende Mai 2014 wird er Schritt für Schritt wieder in die Mannschaft integriert. Obwohl „Bovo“ zurzeit noch nicht voll trainiert, ist ein Comeback für die erste Hälfte der Rückrunde durchaus realistisch.

Am Sonntag ist „Bovo“ noch zum Zuschauen verdammt. Für seine Mannschaft geht die Meisterschaft dagegen in die heiße Phase. In den kommenden Partien müssen die Blau-Weißen zu ihren alten Stärken zurückfinden, das gewonnene Selbstvertrauen anwenden und neuen Mut schöpfen. Die Konkurrenz ist nicht übermächtig, das wurde in der Hinrunde immer wieder klar ersichtlich. Gerade deshalb ist die Devise eindeutig: Kämpfen, rackern, Vollgas geben – dann kann der große Wurf gelingen. In diesem Sinne eine „peerige“ Oberliga-Rückrunde.

#aufPauls

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