Dro - St. Pauls am Sonntag, 2. Dezember um 14.30 Uhr

Kleiner Montiggler See auf dem Thron der Legenden

Fünf Mal angetreten, fünf Mal favorisiert gewesen, fünf Mal gescheitert: Die Bilanz des kleinen Montiggler Sees vor dem diesjährigen Legendenturnier war alles andere als erfolgsversprechend. Doch bekanntlich passieren die schönsten Dinge im Leben immer dann, wenn man sie am wenigsten erwartet – so auch gestern. Auf dem Papier war die Truppe von Roland Antholzer Mannschaften wie dem AC Aichnerhof oder aber auch den Xunden unterlegen. Doch mit taktischen Meisterleistungen und nicht zuletzt dank eines überragenden Torhüters Günther Debelyak konnte der Pott beim sechsten Anlauf endlich nach Montiggl geholt werden.

Schon in der Gruppenphase wurde ersichtlich, dass es die Debelyak-Brüder & Co. heuer wissen wollen. Als Erstplatzierter preschte man gleich ins Viertelfinale vor, wo die Bombers Terlan kein übergroßes Hindernis für die Antholzer-Truppe darstellten. Im Halbfinale kam es dann aber zum großen Showdown gegen den favorisierten AC Aichnerhof. In gleich mehreren Szenen wuchs Goalie und OK-Mitglied Günther Debelyak über sich hinaus und verteidigte so die knappe Führung, die von Andrea Furlato erzielt wurde. Im Parallelkreis mussten sich die Xunden um Christian Scherer den Hoslochern Sarner Topper ebenfalls mit 0:1 geschlagen geben, Ralf Hofer erzielte das entscheidende Tor per Hammerschuss. Nachdem der AC Aichnerhof das Penaltyschießen um Platz 3 für sich gewinnen konnte, kam es zum großen Finale: Beide Teams wollten nicht zu viel riskieren, was sich auch auf den Spielverlauf auswirkte: Weniger konkrete Torchancen als vielmehr Ballgeschiebe im Mittelfeld. Nicht verwunderlich also, dass ein Penaltyschießen zur Ermittlung des Siegers herhalten musste. Und als Günther Debelyak den letzten Penalty von Ralf Hofer entschärfen konnte, war der Sieg endgültig in trockene Tücher – und die Freude beim Kleinen Montiggler See riesengroß.
Etwas speziell ging die Preisverleihung zu: Angesichts des 25-jährigen Jubiläums ehrte das OK-Team nicht nur die siegreichen Mannschaften, sondern auch verschiedene Teams, Sponsoren oder Einzelspieler, die das Turnier in seiner Geschichte maßgeblich mitgeprägt haben. Martin Unterholzner war genauso wie Gerd Vieider an 24 Auflagen dabei, die Mannschaft der Xunden war sogar in jedem Jahr mit mindestens einem Team vertreten. Und Spieler des Vierteljahrhunderts? Das wurde unser Freund aus Österreich, die Kleinfeld-Legende Franz Blümel.

Belegten den zweiten Platz: Die Hoslochor Sarner Toppor

 

Im Penaltyschießen bewiesen sie Nerven: Der AC Aichnerhof, der im Penaltyschießen um Platz 3 souverän gegen die Xunden gewann.

 

Kleinfeldtunier-Dauerbrenner die Xunden gaben auch heuer wieder eine gute Figur ab. Am Ende wurde es Platz 4.

 

Ausruhen: In der brütenden Nachmittagshitze ist jeder Moment Pause Gold wert, wie hier Kicker von Juventus Urin beweisen.

 

Der überragende Akteur des Legendenturniers: Kleiner Montiggler See-Goalie Günther Debelyak

 

Bei den Legenden geht's gemächlich zu? Von wegen. Martin "Schmeichel" Unterholzner wie in alten Zeiten. In dieser Szene musste Martin Zelger einiges einstecken

 

Mit seiner Traditionsmannschaft "Die Schweinshaxn" war er heuer erstmals seit langem im Einsatz: Gunther Staffler

 

Herman Weinreich, dynamisch wie in jungen Jahren.

 

Gezogen, gehalten, den Ball aber immer im Blickpunkt: Peter Debelyak und Sascha Hofer im Finale des Legendenturniers.

 

Spieler des Jahrhunderts: Franz Blümel, hier mit Ander Frötscher

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